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Geld-Spuren

Woran kann man am besten erkennen, mit was sich ein Mensch beschäftigt ? An seinem Geld natürlich. Wie er es verdient, wieviel er besitzt und wofür er es ausgibt, das sind die wertvollsten Informationen für interessierte Behörden. Die Überwachung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs war nie ein Problem, besonders für Länder in denen Banken in staatlicher Hand sind. Wer diskrete Geschäfte abwickeln wollte, griff bisher zum Geldschein, denn der Bargeldfluss ist schwer zu verfolgen. Das wird sich aber bald ändern:
Ab 2005 sind Chips und Antennen in den Euro-Scheinen

Die Europäische Zentralbank EZB hat sich bei verschiedenen Chipherstellern nach ID-Chips kleinster Bauart erkundigt. Dies berichtete die EE Times unter Berufung auf einen Sprecher der EZB und gut informierte Industriekreise. Siehe auch diesen Beitrag der Redaktion Heise. ID-Chips, bekannt von Diebstahlschutz-Etiketten, können bereits in kleinsten Abmessungen von unter einem Quadratmillimeter und 0,06 Millimetern Dicke hergestellt und in Papier eingearbeitet werden. Die Energieversorgung erfolgt berührungslos von aussen über die Antenne des Lesegerätes. Mit einem solchen Lesegeräts ist es möglich, über eine Entfernung von bis zu einem Meter die Daten auf dem Geldschein zu lesen. Der japanische Elektronikkonzern Hitachi baut den sogenannten EMU-Chip, der für Geldschein ID`s geeignet scheint. Aber auch andere Unternehmen entwickeln ähnliche Chips. Beitrag

 

Man kann sich vorstellen, welche Einblicke in das Privatleben die genaue Kenntnis des Geldflusses einer Person bietet. Mit folgenden Fragen müssten Europas Bürger ab der Einführung elektronischen Geldes rechnen:

 
- Frau X, haben Sie nicht angegeben, arbeitslos zu sein ? Wir haben hier eine Zahlung über 80 Euro von ihnen, die nicht vom Arbeitsamt stammen !
- Herr Y, wie können Sie sich bloß Ihre Bordellbesuche leisten ?
- Herr Z, mit dem Geld, das aus Ihrem Novembergehalt stammt, wurden in Italien Waffen für einen Überfall gekauft. Wie können Sie das erklären ?
Und wenn nicht die Behörden unsere Geldbörsen scannen, dann tun es vielleicht in Zukunft die Gauner, nach dem Motto: Den dort zocke ich ab, der hat € 875,- in der Tasche !
 
 
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